Heimat– und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e. V. Der Vorstand In der Mitgliederversammlung 2018 wurden die Amtsträger wie folgt gewählt: Vorsitzender: Stellvertretende Vorsitzende: Wulf Richter Martin Czichelski Stefan Schäfer Schatzmeisterin: Schriftführer: Elke Baumgärtel Frank Schacht Beisitzer: Angela Sohnrey Dr. Helmuth Freist Klaus Horst Thomas Tölle Kassenprüferinnen: Wilma Schmitt Eleonore Siefert

Für die Homepage ist der Vorsitzende redaktionell verantwortlich.

Der Verein hat derzeit 134 Mitglieder.

Ziele und Aktivitäten des Geschichtsvereins Sydekum Förderung und Unterstützung des städtischen Archivs und Museums. Herausgabe von volkskundlicher, geschichtlicher und wissenschaftlicher Literatur aus der Region. Bis heute 40 Veröffentlichungen. Förderung und Unterstützung der archäologischen Tätigkeit innerhalb der Innenstadt und der eingemeindeten Ortschaften. Anlage einer Hauskartei für die Innenstadt mit ihren wechselnden Hausnummern, mit ihren Bewohnern und deren Berufen (Häu- serspuren). Sammlung alter und aktueller Fotos der Häuser im Mauerring der Altstadt zur Unterstützung der nachfolgenden Dokumentation. Ermittlung der Haustypologie, der Bauzeit und der Umbauten, sowie der Schmuckformen der Altstadthäuser im Mauerring. Erforschung der Flurnamen. Im Sommerhalbjahr: Exkursionen zu historischen Stätten und aktuellen geschichtlich und volkskundlich bedeutenden Plätzen in der näheren Umgebung (Angebot nach besonderem Terminplan) sowie Vorträge. Im Winterhalbjahr: Offener Gesprächskreis / Vorträge mit geschichtlichem, volkskundlichem und heimatkundlichem Inhalt.
Warum der Name Sydekum = Sieh deck üm - Sieh dich um! „Sydekum“ wurde ein Turm der Burg Plesse genannt, von dem man einen weiten Blick über das Leinetal hat. Ebenso so hieß auch ein Turm in Witzenhausen, und so nannte man auch das 1729 auf dem „Rondehl“ an der Mündener Schlagdspitze erbaute Wirtshaus. Von hier aus konnte man sich sehr gut umsehen, das Geschehen auf den Schlagden und auf der Brücke beobachten sowie die Schiffe von Bremen und Kassel kommen und wieder abfahren sehen. „Sydekum“ nannte sich danach auch ein Bürgerverein, der in diesem Wirts- haus tagte. Als Andreas Röhrig 1783 einen Hotel-Neubau auf der Ostseite der Werrabrücke anstelle von vier alten Fachwerkhäusern auf der Stadt- mauer errichten ließ, zog der Verein im 19. Jahrhundert dorthin um. Der Volksmund nannte daraufhin das Hotel "Neu Sydekum“. Später wurde das Hotel in eine Kirche der Methodisten umgewandelt. 2001 erwarb die moslemische Gemeinde das Haus und nutzt es seither als Moschee. Die Straße auf der der Stadt zugewandten Seite heißt heute "Sydekums- traße". Unsere Vereinsgeschichte Der Verein sieht seine Geschichte in diesem Bürgerverein begründet, der allerdings während und nach dem 2. Weltkrieg seine Tätigkeit eingestellt hatte. Erst in den sechziger Jahren erwachte dann wieder das Interesse an der Geschichte der Stadt. Am 9. März 1972 beschlossen einige der regelmäßigen Besucher der Vor- tragsveranstaltungen einen Verein zu gründen, der sich die Erforschung der Geschichte der Stadt Münden zur Aufgabe macht. Dies waren unter anderen der pensionierte Bibliotheksdirektor Dr. Dr. h. c. Ludwig Denecke, der Bun- desrichter Günter Spielmeyer, der Grafiker und Heraldiker Heinz Hartung (der später die Funktion als „Stadtbildpfleger“ bekam und Münden zur „aus- gezeichneten Fachwerkstadt“ werden ließ), der Laubacher Förster und Eberlein-Forscher Günther Kaerger, und viele andere mehr. Man wollte sich umsehen in der Stadt, die für viele zur neuen Heimat gewor- den war. Was lag daher näher, als dem neuen Heimat- und Geschichtsverein wieder den Namen „Sydekum“ zu geben? Ausgezeichnete Fachwerkstadt Viele Häuser waren überwiegend schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Straßenfront „verbrettert“ oder mit Putz überzogen oder worden, um massives Bauwerk vorzutäuschen. Damals dachte niemand daran, wie schädlich diese Maßnahmen für die Bausubstanz waren und wie schade es war, den kulturgeschichtlich wertvollen Charakter der alten Fachwerkhäuser zu verstecken. Der bekannte Kunstmaler Alfred Hesse begann dafür zu werben, dass ein Haus nach dem anderen von seiner vergilbten, verschmutzten Bretterverschalung befreit wurde. Zum Vorschein kamen schmucke Fachwerkhäuser, die zum Teil bereits seit mehreren hun- dert Jahren hier standen. Der Frage nach den Bauherren nahm sich der Verein mit großem Elan an. Es wurden viele alte Akten durchstöbert, die damals noch auf dem Boden des Rathauses verstaubten, und es wurde so manches Interessante zutage geför- dert. Viele Veröffentlichungen darüber in der örtlichen Tageszeitung fanden aufmerksame Leser, und wenn Vorträge gehalten wurden, waren die Veran- staltungen stets gut besucht. "574 Häuserspuren" Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit und der Ehrgeiz, einen Überblick über die Fachwerkhäuser und ihrer Bewohner zu vermitteln, waren Ansporn für ein anspruchsvolles Projekt: Die erste Sydekum-Veröffentlichung im Internet seit Januar 1998, eine Unter- suchung der Altstadt und ihrer Bewohner unter der Bezeichnung "574 Häuserspuren", bildet alle Häuser der historischen Kernstadt mit zahlreichen Details ab und vermittelt interessante Einblicke in die Zusammensetzung der Stadtbevölkerung zwischen 1730 und 1900. Die 3. Version - seit Dezember 2001 im Netz - enthält auch die Zuordnung zur Kopfsteuerliste von 1689 und zahlreiche Heiratsdaten von Hauseigentümern aus den Kirchenbüchern von St. Blasii, St. Aegidii und der ev. reformierten Kirche.
Sydekum- Schriften zur Geschichte der Stadt Münden 1980 erschien die erste Veröffentlichung: „Die Entwicklung der Forstlichen Verbindungen in Hannoversch Münden und Göttingen“. Schließlich hatte es hier ja seit langem eine Forstliche Hochschule gegeben! Es folgten Beiträge zur Geschichte des Nachbardorfes Volkmarshausen, zu „Münden im Mittelalter“, die erste Sammlung von Flurnamen aus der Feder von Günther Kaerger. 1983 erschien ein farbiger Band „Münden im Bild der Jahrhunderte“. Dieses „beschreibende Verzeichnis der Darstellungen der Stadt und der heute zu ihr gehörenden Orte in der Grafik des 16. bis 19. Jahrhunderts“ von Hans Fiedler wurde zu einem Standardwerk der Kunsthändler und Sammler von Grafiken! Der Erfolg hielt an. Die 1985 als 13. Sydekum-Schrift erschienene farbige Darstellung „Mündener Haustü- ren, Tore und Portale von 1400 bis in die Gegenwart“ von Heinz Hartung musste bereits nach vier Jahren in einer leicht erweiterten Fassung neu aufgelegt werden, und sie wird heute noch von überall bestellt. Einen Überblick über die Geschichte der Stadt seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung bietet die Zeittafel "Von Gimundi bis Hann. Münden", die 1997 zur Feier des der Stadt vor 750 Jahren verliehenen Stapelrechts zusammengestellt wurde. Sie war binnen kurzem vergriffen. Ebenso erging es dem 1998 erschienen Band "Münden in alten Ansichten" mit Ansichtskarten und Fotografien, der die Entwicklung der Stadt seit Beginn der Industrialisierung zeigt. Wenige Monate nach seiner Veröffentlichung war er restlos ausverkauft, ebenso die 2. Auflage. Ein "Muss" für Archäologen und Keramik-Forscher dürfte das im Oktober 1999 erschienene Buch von Heinrich Hampe "Töpferwaren aus Oberode an der Werra vom 16. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts" geworden sein. - Es ist vergriffen. Auf 324 Seiten mit 431 Abbildungen, davon 414 in Farbe, dokumentiert es in beispielloser Weise die Vielfalt der Produktion eines einzigen Töpferdorfs, der in der Fachwelt bekannten "Werraware". Insgesamt wurden bisher 42 Sydekum-Schriften veröffentlicht, über Werk- zeuge und Geräte, über Fayencen und Töpferwaren, Beiträge zur Archäologie, zum Verkehr... Durch seine Lage am Schnittpunkt von Wasserstraßen, Landwegen und Schienen kann Hann. Münden als Beispiel für Tendenzen und Irrwege gerade auch in der Verkehrsgeschichte dienen. Anerkennungen Der Einsatz für die Orts- und Heimatgeschichte blieb im Verlauf der Zeit nicht ohne äußere sichtbare Anerkennung: • Der Verein als Ganzes erhielt den Paul-Dierich-Preis, ebenso wie die bei den Ortsheimatpfleger Heinrich Hampe und Heinz Hartung, die außerdem mit dem Niedersächsischen Verdienstorden ausgezeichnet wurden. • Walter Henckel, Günther Kaerger und Günter Spielmeyer sind Träger des Bundesverdienstkreuzes. • Dr. Ludwig Denecke und Heinz Hartung erhielten den Ehrenring der Stadt Münden. • Heinz Hartung war Ehrenbürger der Stadt. • Mit der Ehrenplakette der Stadt wurden Karl Nelges, Günther Kaerger und Heinrich Hampe gewürdigt Der Verein ernannte Dr. Ludwig Denecke und Heinz Hartung zu Ehrenmitglie- dern und zeichnete ihr Wirken auch dadurch aus, dass er sie zu Trägern der "Goldenen Vereinsnadel" machte, die auch Günther Kaerger, Johannes Ger- land, Günter Spielmeyer, Heinrich Hampe, Walter Henckel, Rudolf Wegner und Martin Czichelski im Laufe der Jahre zuerkannt wurde. Als besondere Würdigung seiner Verdienste um den Verein wurde Walter Henckel von der Mitgliederversammlung im Jahr 2009 der Ehrenvorsitz verlie- hen. Die Vorsitzenden Vorsitzende des Vereins waren von 1973 - 1985 Dr. Ludwig Denecke, 1985 - 1997 Heinz Hartung, 1997- 2009 Walter Henckel und seither ist es Wulf Richter.
Kontakt
Geschichtsverein Sydekum
Heimat– und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e. V. Der Vorstand In der Mitgliederversammlung 2018 wurden die Amtsträger wie folgt gewählt: Vorsitzender: Stellvertretende Vorsitzende: Wulf Richter Martin Czichelski Stefan Schäfer Schatzmeisterin: Schriftführer: Elke Baumgärtel Frank Schacht Beisitzer: Angela Sohnrey Dr. Helmuth Freist Klaus Horst Thomas Tölle Kassenprüferinnen: Wilma Schmitt Eleonore Siefert

Für die Homepage ist der Vorsitzende redaktionell verantwortlich.

Der Verein hat derzeit 134 Mitglieder.

Ziele und Aktivitäten des Geschichtsvereins Sydekum Förderung und Unterstützung des städtischen Archivs und Museums. Herausgabe von volkskundlicher, geschichtlicher und wissenschaftlicher Literatur aus der Region. Bis heute 40 Veröffentlichungen. Förderung und Unterstützung der archäologischen Tätigkeit innerhalb der Innenstadt und der eingemeindeten Ortschaften. Anlage einer Hauskartei für die Innenstadt mit ihren wechselnden Hausnummern, mit ihren Bewohnern und deren Berufen (Häu- serspuren). Sammlung alter und aktueller Fotos der Häuser im Mauerring der Altstadt zur Unterstützung der nachfolgenden Dokumentation. Ermittlung der Haustypologie, der Bauzeit und der Umbauten, sowie der Schmuckformen der Altstadthäuser im Mauerring. Erforschung der Flurnamen. Im Sommerhalbjahr: Exkursionen zu historischen Stätten und aktuellen geschichtlich und volkskundlich bedeutenden Plätzen in der näheren Umgebung (Angebot nach besonderem Terminplan) sowie Vorträge. Im Winterhalbjahr: Offener Gesprächskreis / Vorträge mit geschichtlichem, volkskundlichem und heimatkundlichem Inhalt.
Warum der Name Sydekum = Sieh deck üm - Sieh dich um! „Sydekum“ wurde ein Turm der Burg Plesse genannt, von dem man einen weiten Blick über das Leinetal hat. Ebenso so hieß auch ein Turm in Witzenhausen, und so nannte man auch das 1729 auf dem „Rondehl“ an der Mündener Schlagdspitze erbaute Wirtshaus. Von hier aus konnte man sich sehr gut umsehen, das Geschehen auf den Schlagden und auf der Brücke beobachten sowie die Schiffe von Bremen und Kassel kommen und wieder abfahren sehen. „Sydekum“ nannte sich danach auch ein Bürgerverein, der in diesem Wirts- haus tagte. Als Andreas Röhrig 1783 einen Hotel-Neubau auf der Ostseite der Werrabrücke anstelle von vier alten Fachwerkhäusern auf der Stadt- mauer errichten ließ, zog der Verein im 19. Jahrhundert dorthin um. Der Volksmund nannte daraufhin das Hotel "Neu Sydekum“. Später wurde das Hotel in eine Kirche der Methodisten umgewandelt. 2001 erwarb die moslemische Gemeinde das Haus und nutzt es seither als Moschee. Die Straße auf der der Stadt zugewandten Seite heißt heute "Sydekums- traße". Unsere Vereinsgeschichte Der Verein sieht seine Geschichte in diesem Bürgerverein begründet, der allerdings während und nach dem 2. Weltkrieg seine Tätigkeit eingestellt hatte. Erst in den sechziger Jahren erwachte dann wieder das Interesse an der Geschichte der Stadt. Am 9. März 1972 beschlossen einige der regelmäßigen Besucher der Vor- tragsveranstaltungen einen Verein zu gründen, der sich die Erforschung der Geschichte der Stadt Münden zur Aufgabe macht. Dies waren unter anderen der pensionierte Bibliotheksdirektor Dr. Dr. h. c. Ludwig Denecke, der Bun- desrichter Günter Spielmeyer, der Grafiker und Heraldiker Heinz Hartung (der später die Funktion als „Stadtbildpfleger“ bekam und Münden zur „aus- gezeichneten Fachwerkstadt“ werden ließ), der Laubacher Förster und Eberlein-Forscher Günther Kaerger, und viele andere mehr. Man wollte sich umsehen in der Stadt, die für viele zur neuen Heimat gewor- den war. Was lag daher näher, als dem neuen Heimat- und Geschichtsverein wieder den Namen „Sydekum“ zu geben? Ausgezeichnete Fachwerkstadt Viele Häuser waren überwiegend schon seit der Mitte des 19. Jahr- hunderts auf der Straßenfront „ver- brettert“ oder mit Putz überzogen oder worden, um massives Bauwerk vorzutäuschen. Damals dachte niemand daran, wie schädlich diese Maßnah- men für die Bausubstanz waren und wie schade es war, den kulturgeschicht- lich wertvollen Charakter der alten Fachwerkhäuser zu verstecken. Der bekannte Kunstmaler Alfred Hesse begann dafür zu werben, dass ein Haus nach dem anderen von seiner vergilbten, verschmutzten Bretterverschalung befreit wurde. Zum Vorschein kamen schmucke Fachwerkhäuser, die zum Teil bereits seit mehreren hundert Jahren hier standen. Der Frage nach den Bauherren nahm sich der Verein mit großem Elan an. Es wurden viele alte Akten durchstöbert, die damals noch auf dem Boden des Rathauses verstaubten, und es wurde so manches Interessante zutage geför- dert. Viele Veröffentlichungen darüber in der örtlichen Tageszeitung fanden aufmerksame Leser, und wenn Vorträge gehalten wurden, waren die Veran- staltungen stets gut besucht. "574 Häuserspuren" Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit und der Ehrgeiz, einen Überblick über die Fachwerkhäuser und ihrer Bewohner zu vermitteln, waren Ansporn für ein anspruchsvolles Projekt: Die erste Sydekum-Veröffentlichung im Internet seit Januar 1998, eine Unter- suchung der Altstadt und ihrer Bewohner unter der Bezeichnung "574 Häuserspuren", bildet alle Häuser der historischen Kernstadt mit zahlreichen Details ab und vermittelt interessante Einblicke in die Zusammensetzung der Stadtbevölkerung zwischen 1730 und 1900. Die 3. Version - seit Dezember 2001 im Netz - enthält auch die Zuordnung zur Kopfsteuerliste von 1689 und zahlreiche Heiratsdaten von Hauseigentümern aus den Kirchenbüchern von St. Blasii, St. Aegidii und der ev. reformierten Kirche.
Sydekum- Schriften zur Geschichte der Stadt Münden 1980 erschien die erste Veröffentlichung: „Die Entwicklung der Forstlichen Verbindungen in Hannoversch Münden und Göttingen“. Schließlich hatte es hier ja seit langem eine Forstliche Hochschule gegeben! Es folgten Beiträge zur Geschichte des Nachbardorfes Volkmarshausen, zu „Münden im Mittelalter“, die erste Sammlung von Flurnamen aus der Feder von Günther Kaerger. 1983 erschien ein farbiger Band „Münden im Bild der Jahrhunderte“. Dieses „beschreibende Verzeichnis der Darstellungen der Stadt und der heute zu ihr gehörenden Orte in der Grafik des 16. bis 19. Jahrhunderts“ von Hans Fiedler wurde zu einem Standardwerk der Kunsthändler und Sammler von Grafiken! Der Erfolg hielt an. Die 1985 als 13. Sydekum-Schrift erschienene farbige Darstellung „Mündener Haustü- ren, Tore und Portale von 1400 bis in die Gegenwart“ von Heinz Hartung musste bereits nach vier Jahren in einer leicht erweiterten Fassung neu aufgelegt werden, und sie wird heute noch von überall bestellt. Einen Überblick über die Geschichte der Stadt seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung bietet die Zeittafel "Von Gimundi bis Hann. Münden", die 1997 zur Feier des der Stadt vor 750 Jahren verliehenen Stapelrechts zusammengestellt wurde. Sie war binnen kurzem vergriffen. Ebenso erging es dem 1998 erschienen Band "Münden in alten Ansichten" mit Ansichtskarten und Fotografien, der die Entwicklung der Stadt seit Beginn der Industrialisierung zeigt. Wenige Monate nach seiner Veröffentlichung war er restlos ausverkauft, ebenso die 2. Auflage. Ein "Muss" für Archäologen und Keramik-Forscher dürfte das im Oktober 1999 erschienene Buch von Heinrich Hampe "Töpferwaren aus Oberode an der Werra vom 16. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts" geworden sein. - Es ist vergriffen. Auf 324 Seiten mit 431 Abbildungen, davon 414 in Farbe, dokumentiert es in beispielloser Weise die Vielfalt der Produktion eines einzigen Töpferdorfs, der in der Fachwelt bekannten "Werraware". Insgesamt wurden bisher 42 Sydekum-Schriften veröffentlicht, über Werk- zeuge und Geräte, über Fayencen und Töpferwaren, Beiträge zur Archäologie, zum Verkehr... Durch seine Lage am Schnittpunkt von Wasserstraßen, Landwegen und Schienen kann Hann. Münden als Beispiel für Tendenzen und Irrwege gerade auch in der Verkehrsgeschichte dienen. Anerkennungen Der Einsatz für die Orts- und Heimatgeschichte blieb im Verlauf der Zeit nicht ohne äußere sichtbare Anerkennung: • Der Verein als Ganzes erhielt den Paul-Dierich-Preis, ebenso wie die bei den Ortsheimatpfleger Heinrich Hampe und Heinz Hartung, die außerdem mit dem Niedersächsischen Verdienstorden ausgezeichnet wurden. • Walter Henckel, Günther Kaerger und Günter Spielmeyer sind Träger des Bundesverdienstkreuzes. • Dr. Ludwig Denecke und Heinz Hartung erhielten den Ehrenring der Stadt Münden. • Heinz Hartung war Ehrenbürger der Stadt. • Mit der Ehrenplakette der Stadt wurden Karl Nelges, Günther Kaerger und Heinrich Hampe gewürdigt Der Verein ernannte Dr. Ludwig Denecke und Heinz Hartung zu Ehrenmitglie- dern und zeichnete ihr Wirken auch dadurch aus, dass er sie zu Trägern der "Goldenen Vereinsnadel" machte, die auch Günther Kaerger, Johannes Ger- land, Günter Spielmeyer, Heinrich Hampe, Walter Henckel, Rudolf Wegner und Martin Czichelski im Laufe der Jahre zuerkannt wurde. Als besondere Würdigung seiner Verdienste um den Verein wurde Walter Henckel von der Mitgliederversammlung im Jahr 2009 der Ehrenvorsitz verlie- hen. Die Vorsitzenden Vorsitzende des Vereins waren von 1973 - 1985 Dr. Ludwig Denecke, 1985 - 1997 Heinz Hartung, 1997- 2009 Walter Henckel und seither ist es Wulf Richter.
Geschichtsverein Sydekum